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Train Simulator Glacier Express

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Trainsimulator Glacier Express DV.
  • 9 Bewertungen: 4.5




Train Simulator - Glacier Express

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Super gemacht
So muss es sein. Was schon als Streckenausschnitt Bergün-Preda seinerzeit als Freeware zu bewundern war führt in der kommerziellen Endversion den hohen Standard konsequent fort. Hohe Detailtreue, Realitätsnähe und ein echtes Feeling.
So machen Add Ons Spass. Weiter so !!!
 
  Glacier-Express
Habe einige Add-on und neben der Brigg 2006
ist der Glacier-Express eine wunderschöne herausforterung
und macht keine Probleme. cht super das Spiel.
warte schon auf den Bernina Express.
 
Herrlich
Es ist sonst nicht meine Art, gleich in Euphorie auszubrechen. Mit 58 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, habe ich den Train Simulator vor einem Jahr probiert und bin seitdem tagtäglich mit Begeisterung im virtuellen Führerhaus. Nachdem ich 5 add ons anderer Hersteller probiert habe, stieß ich auf den Glacier-Express. Eine wirklich gelungene Umsetzung der Landschaft, des Rollmaterials und der activities -hier "Abenteuer" genannt. Einfach wunderbar im Vergleich zu anderen Zusatzprogrammen.
Allerdings mußte ich die Grafik aufrüsten - unter 512MB RAM und 128 MB Grafikspeicher sollte man die Finger von diesem add on lassen, da einem die "Ruckelei" beim Bildaufbau, den Spaß verdirbt. Abschließend wünsche ich allen usern weiterhin viel Spaß mit diesem Hobby.
 
  Der langsamste Schnellzug der Welt
Das neue Add-On von Simtrain CH bildet den Abschnitt Chur-St. Moritz des Glacier-Express nach. Dies ist -leider- nur ein kleiner Ausschnitt der weltberühmten Bahnverbindung durch die Schweizer Alpen, die sich mit dem Titel "langsamster Schnellzug der Welt" schmückt. Da das Produkt die Fortsetzung des "Heidi-Express" aus dem gleichen Hause ist, gibt es aber immerhin noch die 20km lange Anschlussstrecke von Filisur nach Davos, wo der Heidi-Express endet.

Strecke: Die Strecke bietet die bereits vom Heidi-Express gewohnte Qualität. Die tolle Landschaft ist wirklich gut getroffen. Die vielen Brücken, Tunnel, Galerien und Rampen, die der Zug auf seiner Fahrt zu überwinden hat, wurden liebevoll nachempfunden. Zusammen mit den beeindruckenden Berglandschaften, Felswänden, Wäldern und Almen kommt so wieder das gewisse "Schweiz-Feeling" herüber, das man schon vom Vorgängerprodukt kennt. Zudem wurden 30 Bahnhöfe detailgetreu nachgebaut, die zugehörigen Ortschaften wenigstens noch angedeutet und die Straßen mit zahlreichen Autos bevölkert. Als Novität stehen auf den Bahnsteigen Fahrgäste herum, die aber eher an Playmobilfiguren erinnern.

Fahrbetrieb: hier hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts verbessert, im Gegenteil! Nachwievor gibt es ein undurchsichtiges
System von Tempolimits, die beileibe nicht alle an der Strecke angezeigt werden. Das Geschwindigkeitsheft ist wieder keine große Hilfe, da es einfach zu unübersichtlich ist. Es mag ja sein, dass die Lokführer der RhB auch solche Unterlagen benutzen, aber wer wie sie die Strecke mehrmals täglich befährt, kennt die Limits sowieso auswendig. Wenn der Simulator-Pilot aber erstmal so weit ist, ist der Reiz der Strecke längst verflogen. Andererseits spielen die Limits auch keine große Rolle, weil sie gar nicht überwacht werden. Wer also unbehelligt von Zwangsbremsungen mal mit 90 Sachen eine Alpenstrecke runterkacheln wollte, kann dies mit dem Glacier-Express tun - Peinlich, peinlich! Nachdem beim Heidi-Express "nur" die Signalgeschwindigkeiten nicht überwacht wurden, haben es die Programmierer es geschafft, sich hier noch weiter von der Realität zu entfernen. Der Grund dafür liegt vielleicht in einer anderen Schlamperei: bei genauem Hinsehen stellt man fest, dass die Tempolimits immer mal wieder für ganz kurze Zeit (ca. 50m) "einbrechen", d.h. von 50 geht es plötzlich kurz auf 30 runter, ohne dass dies in irgendeiner Untelage vezeichnet wäre. Nicht einmal in der Grafik des Streckenmonitors werden diese Beschränkungen vorab angezeigt, weshalb anzunehmen ist, dass es sich schlicht um Programmierfehler handelt, die natürlich zu Zwangsbremsungen führen würden, wenn die Geschwindigkeit überwacht werden würde. Es drängt sich der Verdacht auf, dass man dann lieber die Überwachung abgestellt hat, als diese Fehler zu beheben.

Rollmaterial: Einige neue Lokomotiven (Ge4/4III,II,I, Ge6/6II, Ge6/6I ("Krokodil"), Tm2/2) sind dabei, allesamt hübsch detailliert und mit fotorealistischen Führerständen. Die Sounds sind eine echte Verbesserung, insbesondere das charakteristische Kreischen in den Kurven ist schon beeindruckend. Alle Loks haben eine "Rekuperationsbremse", also eine Motorbremse, die in den langen Gefällstrecken gute Dienste leistet. Allerdings haben die Maschinen Beschleunigungswerte, die eher zu einem Sportwagen passen. Auch die Bremswege sind eindeutig zu kurz. Insgesamt kommt dieses Verhalten Anfängern aber sogar entgegen, da sich die Züge mehr wie ein Auto fahren lassen. Die beworbene Unterstützung des Raildriver Cab-Controllers ist lediglich halbherzig: Die Programmierer waren nicht Willens oder in der Lage, eigene Defs für ihre Loks zu erstellen. Stattdessen muss man die Dash-9 aus dem Trainsimulator vorwählen. Dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Deshalb funktionieren halt bei den Eloks die Stromabnehmer nicht (die Dash-9 ist ja auch eine Diesellok), und ihre volle Leistung kann man auch nicht per Raildriver abrufen: Wenn der Hebel auf voller Leistung steht, wird der Regler im TS nur bis 75% oder 88% geöffnet, was auf den starken Steigungen schon nervt. Zum Preis dieses Addons hätte ich da mehr erwartet. Darüber können auch die diversen schönen Personenwagen und 19 verschiedenen Güterwagen nicht wirklich hinwegtrösten.

Activities: Hier üben sich die Entwickler in Zurückhaltung. Gerade mal 14 Activities spendieren sie dem Nutzer, der das Add-On in zwei Wochen durchgespielt haben dürfte. Jede Act gibt es in zwei Varianten, eine für Raildriverbetrieb und eine ohne. Hätte simtrain lieber, wie alle anderen Add-On hersteller, ihre Loks so entworfen, dass sie mit und ohne Raildriver gleich gut funktionieren, so wäre diese Unterscheidung nicht nötig gewesen, und man hätte mehr wirklich verschiedene Activities bringen können. Aber so ist die Anzahl im Verhältnis zum Preis einfach zu niedrig. Große Hoffnungen auf Zusatz-Activities aus zum Download sollte man sich nicht machen: beim Heidi-Express hat sich gezeigt, dass diese -bei den Mitbewerbern durchaus übliche- Art der Kundenbindung für mailsoft ein Fremdwort ist.

Fazit: Der Glacier-Express hätte das perfekte Add-On werden können: die schönste Bahnstrecke der Welt als Vorlage, grafisch und akustisch überzeugend dargestellt. Leider trübt die lieblose bis stümperhafte technische Umsetzung die Spielfreude. Hauptkritikpunkt ist jedoch der happige Preis. Andere Add-Ons, die grafisch ebenbürtig sind und mindestens ebensoviel (wenn nicht noch mehr) Spielspaß bieten, kosten gerade mal die Hälfte. Wenn diese Hochpreispolitik Erfolg hat, ist zu befürchten, dass eine für den Kunden unerfreuliche Preisspirale in Gang kommt. Ich kann dieses Add-On daher nur eingefleischten Fans der Schweizer Bergbahnen empfehlen oder Train-Simmern, die bereits alle anderen Add-Ons haben.
 

So muß ein Add-On aussehen!
Glacier-Express überrascht mit einigen Besonderheiten. Nicht nur der Straßenverkehr ist animiert, auch einige Personen auf den Bahnsteigen. Das ist gut gemacht. Die Personenwagen sind nicht leer, in der Ansicht (F5) sind einige Personen, als fotorealistische Objekte, eingearbeitet worden. Es herrscht auf der überwiegend einspurigen Strecke Linksverkehr. Die Cabviebs der Loks sind bereits aus Heidi-Express bekannt und ausgezeichnet umgesetzt. Leider ist das Hinauslehnen aus dem Führerstand nur beim Krokodil und der Ge 6/6 II möglich. Eine besondere Erwähnung sind die Sounds. Einfach perfekt. Nicht nur in dieser Hinsicht übertrifft Glacier-Express alle anderen Add-ons! Es beginnt auf den Bahnsteigen nicht mit einfachen Abfahrtsbefehlen, sondern mit mehrsprachigen Lautsprecherdurchsagen auf die Zugverbindungen. So ist unter Umständen sogar der Hinweis auf den eigenen Schnellzug zu hören. Die Fahrgeräusche der Loks sind Originalgetreu und perfekt umgesetzt. Das Reiben der Radreifen in den engen Kurven und an Ansprechen der Bremsen sind zu einem akustischen Hörgenuss umgesetzt worden, ebenso wie das Hochregeln des 8 stufigen Fahrschalters. Konsequent setzt Simtrain die Soundkulisse fort. Das Scheibenwischergeräusch erinnert an die Überprüfung, ob der von außen animierte Wischer, noch gebraucht wird, und die Lokhupen entsprechen den individuellen Loktypen.

Weniger gefallen hat die dargestellte Beschleunigung der Lok's, die einfach zu stark ausgefallen ist. Wobei die Bremsen ein Kapitel für sich sind. Während die reguläre Zugbremse die realistische Verzögerung wiedergibt, ist die elektrische Widerstandsbremse richtig, und vor allem in Kombination, wirkungsvoll. Während bei den amerikanischen Lokmodellen im MSTS eine Wartezeit zu beachten ist, bis der Kombihebel auf Bremsstellung geschaltet werden kann, entfällt diese beim Glacier-Express. Dadurch kann eine schnelle Umschaltung zwischen Brems- und Fahrstufen gewählt werden. Zudem wird dies auch noch mit dem Sound hervorgehoben.

Insgesamt hat mir das Geschwindigkeitsprofil, mit Ausnahme einiger zu hoher Kurvengeschwindigkeiten gut gefallen. Das häufige Wechseln des Tempos erhöht darüber hinaus noch die Abwechslung und mit dem kombinierten Fahrt- und Bremsregler lässt sich die Geschwindigkeitsänderung gut umsetzen.

Während der auf der CD beigepackte Buchfahrplan zum Fahren ohne Streckenmonitor unerlässlich ist, da einige Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht durch Signale angezeigt werden, sind die Abstände der Meilenpfosten (natürlich Kilometerangaben) zu groß.

Die Objekte entlang der Strecke sind detailgetreu und oft sehr präzise umgesetzt worden. Im Mittelpunkt stehen dabei einige sehr moderne Bahnhöfe, wobei die Darstellung des Geländes, die Panoramablicke aus den Zügen, die immer wieder zu sehenden Holzlagerstellen, das Auge des Betrachters verwöhnen.

Die Glacierstrecke ist im Orginal ein Meterspurgleis. Da das Add-on für den MSTS herausgebracht wird, wird natürlich die Schienendatenbank des MSTS verwendet, sprich es kann jede Lok, jeder Wagen darauf gefahren werden. Durch die Veränderung der Orginale (Loks und Waggons) von der Schmalspur auf Normalgleis wirken die Modelle etwas klobiger und größer proportioniert. Wobei auch im Orginal die Waggons, besonders die Panoramawagen, einen etwas "viereckigen" Eindruck machen. Dass die Fenster nicht zu öffnen sind, entspricht entspricht der Realität im Glacier-Express und ist keine fehlerhafte Darstellung.
Die Streckendarstellung lässt den Betrachter an den gewaltigen und imposanten Dimensionen der Berge teilhaben und der Sound unterstreicht die Alpenkulisse eindrucksvoll.